Erwerbsbeteiligung von Frauen in Entwicklungsländern

Die Verbesserung der Beschäftigungsergebnisse von Frauen erfordert mehr als nur eine Steigerung der Erwerbsbeteiligung – gute Arbeitsplätze sind ebenfalls wichtig

The International Training Centre of the ILO, Italy, and IZA, Germany

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Relevanz des Themas

Im Allgemeinen nimmt die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes zu, doch in Entwicklungsländern ist dieser Zusammenhang nicht immer eindeutig und die Länderunterschiede sind bei Frauen auffällig größer als bei Männern. Diese Variation geht auf diverse ökonomische und soziale Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Bildungsniveau und gesellschaftliche Normen zurück. Mit Blick auf die Verbesserung des Zugangs von Frauen zu hochwertiger Beschäftigung ist es entscheidend, ihre Bildungsteilhabe über die Sekundarbildung hinaus zu stärken.

Geschlechterdisparitäten bei der
                        Erwerbsbeteiligung

Wichtige Resultate

Pro

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist Motor und Folge von Wachstum und Entwicklung.

In Entwicklungsländern reagiert die Erwerbsbeteiligung von Frauen stark auf ökonomische Schocks.

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist das Ergebnis verschiedener makroökonomischer und individueller Faktoren.

Der Zugang zu qualitativ hochwertiger (Tertiär-)Bildung ist entscheidend für die Verbesserung der Beschäftigungsergebnisse von Frauen.

Contra

In Entwicklungsländern spiegeln hohe Erwerbsquoten von Frauen typischerweise Armut wider.

Frauen verdienen weniger als Männer und sind eher in ungeschützten Arbeitsverhältnissen wie Hausarbeit beschäftigt.

Bildung erhöht die (Lohn-)Erwartungen von Frauen, denen aber erst ein entsprechendes Angebot an Arbeitsplätzen gegenüberstehen muss.

Aufgrund statistischer Untererfassung geben die Daten zur Erwerbsquote von Frauen den Umfang der von Frauen geleisteten Arbeit oft nicht genau wieder.

Kernbotschaft des Autors

Der Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes und der Erwerbsbeteiligung von Frauen wird durch Veränderungen von Wirtschaftstätigkeit, Bildungsstand, Geburtenraten, sozialen Normen und anderen Faktoren geprägt. Das übliche Maß der Erwerbsquote zeichnet nur ein Teilbild der Frauenbeschäftigung und lässt Aussagen über ihre Qualität nur eingeschränkt zu. Eine verbesserte Qualität der Erwerbsarbeit von Frauen kann nur unter Berücksichtigung von angebots- und nachfrageseitigen Aspekten erreicht werden. Ein erleichterter Zugang zu sekundärer und höherer Bildung ist dabei entscheidend.

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